Reise in die Pfalz – Teil 2

Reisen in die Pfalz Teil 2

Reise ins die Pfalz | Teil 2 | Mai 2019:

In Deidesheim angekommen, erstmal Quartier im Steigenberger in Ruppertsberg bezogen. Im Hotel gibt es keine Klimaanlage. Da es sehr warm war an dem Wochenende ist für die Zukunft klar, ohne Klima geht es nicht.

Hotel Steigenberger und Deidesheimer Hof
Hotel Steigenberger und Deidesheimer Hof

Abends hatten wir einen Tisch im Deidesheimer Hof auf der Terrasse ergattert. Ergattert ist das richtige Wort, denn zu den Maispitzen ist es sehr voll in der Mittelhaardt. Frühzeitig reservieren ist ja immer eine gute Idee, aber hier nochmal besonders.

Das Essen war sehr gut und der Wein von Mosbacher wusste zu gefallen…

Der Ablauf des nächsten Tages nochmal kurz durchgesprochen und ab ging es zurück ins Hotel.
Der ambitionierte Plan sah folgendermaßen aus.

  1. Weingut Dr. Wehrheim
  2. Weingut Ökonomierat Rebholz
Weingut Dr. Wehrheim und Weingut Ökonomierat Rebholz

zurück nach Forst zu

  1. Weingut Acham Magin
  2. Weingut Mosbacher
Weingut Georg Mosbacher und Weingut Acham Magin

dann nach Deidesheim und schauen was noch geht…

Soweit so gut.

Samstag Punkt 10:00 in Birkweiler beim Weingut Dr. Wehrheim angekommen und einmal die Gesamtkollektion durch probiert … bevor es voller wurde. Was soll man sagen, die Kollektion ist stark. Die Ortsrieslinge vom Buntsandstein und Rotliegendes stechen heraus. Der Rotliegende ist stahliger und präziser, der vom Buntsandstein etwas breiter und gefälliger. Beide nebeneinander sind sehr spannend, man erkennt die unterschiedlichen Terroirs unter einer Handschrift.

Der Weisse Burgunder vom Muschelkalk als quasi Zweitwein vom Mandelberg Grosses Gewächs (GG), ist so präzise und klar in allen Aspekten, dass er gelistet werden musste. Die beiden Burgunder aus dem Rosenberg waren einfach richtig filigran. Der Chardonnay hatte für mich im ersten Augenblick eine Assoziation zu Chablis. Der Weissburgunder schwebte einfach nur so im Glas, um am Gaumen zu explodieren.

Die Großen Gewächse waren alle spitze, wobei der Mandelberg Weissburgunder aus dem Muschelkalk einfach nur groß war und etwas heraus stach. In unserem Online-Shop finden Sie eine schöne Auswahl der Weine von Weingut Dr. Wehrheim.

Weiter ging es zum Ökonomierat Rebholz, eine Strasse weiter. Es gibt nicht viel zu sagen außer, dass die Qualität herausragend ist und das solange wir das Weingut kennen, was bald 20 Jahre sind.
Der erstes Besuch war 2001. Und der Spruch von Hansjörg damals „Ich gehe keine Kompromisse ein. Kompromisse gehen immer auf Kosten der Qualität“ ist eine sehr bedeutende Aussage gewesen. Die Weine sind kompromisslos in allen Qualitätsstufen und daher auch immer im Fokus für weitere Sortimentserweiterungen. Der Weissburgunder Ortswein vom Muschelkalk ist sicherlich noch eine Art Geheimtipp, da er aus der gleichen Lage, wie das Große Gewächs kommt. Sie kommen jedoch nicht ins Große Gewächs, weil die Rebanlagen erst 15 Jahre alt sind und nicht 35, wie vorgesehen.

Weiter ging es nach Forst und hier kam es dann so wie angekündigt. Das kleine Weingut Acham – Magin war völlig überflutet mit Touristen und es ging gar nichts. Hier wurde getrunken, was ja völlig in Ordnung ist, uns aber nicht nach vorne brachte.

Also zogen wir ein paar Häuser weiter zum Weingut Mosbacher. Hier war die Situation deutlich entspannter, da es alles weitläufiger war und die Menschen sich besser verteilten. Die Rieslinge des Weinguts waren wie man sie kennt. Sehr schlank, präzise und je höher wir uns die Qualitätspyramide empor probierten, umso intensiver und aromatischer wurden die Weine. Das Weingut Mosbacher produziert seit jeher mit höchster Qualität und wir notierten uns ein paar Positionen für die Zukunft.

Nach einem weiteren tollen Eindruck an diesem Tag, fuhren wir zurück nach Deidesheim.

Weimngut Von Winningen und Weingut Reichsrat von Buhl

Wie schauten einfach mal bei Von Winningen vorbei, was ja nie eine schlechte Idee ist. Wir kannten die Weine und den Stil, aber mal durch den neuen Jahrgang testen schadet ja nicht, um sich einen Eindruck zu verschaffen. Was soll man hier sagen, wir mögen die Weine und den Stil und gerade im gereiften Bereich fängt es an extrem viel Spass zu machen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es für uns aber keine Option, da von Winningen nicht noch einen weiteren Anbieter braucht. Für die Zukunft ist von Winningen sicherlich eine Bereicherung in unserem Sortiment, gerade was die Lagen Rieslinge angeht. Kurz vor Veranstaltungsende sind wir beim Weingut Reichsrat von Buhl eingekehrt.

Das war ein anstrengender Samstag und wir sind uns stärken gegangen. Einen Tisch im Leopolds haben wir nicht bekommen, also mussten wir uns etwas anderes überlegen.

Der Sonntag war auch unser Abreisetag und wir wollten nochmal kurz in Forst vorbei schauen, um uns die großen Lagen anzusehen. Eine riesen Idee, um 12 Uhr mittags, bei praller Sonne und wolkenlosen Himmel, durch die Weinberge zu kriechen. Wasser hatten wir keines mitgenommen, da es ja nur ein kleiner Abstecher werden sollte.
Wir sind dann mal auch eben ins Ungeheuer marschiert, der sich ja den Hang hochzieht. Was man hier wunderbar feststellen konnte, sind die unterschiedlichen Bedingungen innerhalb eines Weingbergs. An einer Stelle mittig in der Lage Richtung Süden, also Richtung Deidesheim, wehte eine sehr kühle Brise von oben runter. Es war eine richtige Wohltat dort kurz zu verweilen. Die Reben sind der kühlenden Brise auch sicherlich dankbar.

Forster Kirchenstück und Forster Ungeheuer
Forster Kirchenstück und Forster Ungeheuer

Wieder unten angekommen war zu sehen, dass das Weingut Acham Magin geöffnet hatte. Wir entschieden uns nochmal vorbei zu schauen. Es war sehr angenehm und wir probierten uns durch die gesamte Kollektion, die sehr gut war. Zwei Weine, abgesehen von den Großen Gewächsen, haben uns aber besonders gut gefallen. Die Gutsweine Ungeheere und Eruption. Dies sind jeweils sogenannte Zweitweine aus den berühmten Forster Lagen Ungeheuer und Pechstein. Eruption ist eine Anspielung auf die Vulkantätigkeit im Pechsteinkopf, wo die Lage Pechstein ihren Namen her hat. Die Weine bestechen mit einer filigranen Eleganz und geben einen wunderbaren Hinweis auf die Lagentypizität. Der Pechstein eher der ungestüme mineralische Typ und das Ungeheuer etwas feiner und zurückhaltend. Die Zweitweine spiegeln das genauso wieder.

Nach einer wunderbaren urigen Pfälzer Stärkung in der Weingutsschänke ging es dann auch zurück nach Bochum und wir sagen Danke und bis nächstes Jahr!

In unserem Online-Shop finden Sie eine schöne Auswahl Pfälzer Weine: Shop WEINE AUS DER PFALZ

Hier geht es zum 1. Teil: Reise in die Pfalz – Teil 1

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